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Die geheimen Lagerberichte der Königsberger Justiz.

Die Königsberger Gerichtslageberichte gestatten für die Zeit von 1940-1945 Einblick in eine vielschichtige Lebenswelt, wie sie bislang aus der isolierten Perspektive von Trauer und Sehnsucht nicht wahrgenommen werden konnte. Die Behördenchefs der Justiz waren angewiesen, die Reaktion der Bevölkerung auf außenpolitische und militärische Ereignisse zu beobachten und zweimonatlich darüber einen Bericht zu verfassen. Die Aufgabe der politischen Strafjustiz, seit Kriegsbeginn zur Stabilisierung der "Heimatfront" beitragen zu müssen, verlangte die ständige Beobachtung tendenziell regimekritischer Gruppen wie Arbeiter, Kirchen, Glaubensgemeinschaften, ethnische Minderheiten, ebenso wie die intensive Beschäftigung mit kriegsbedingten Auswirkungen der Versorgungslage wie Schleichhandel, Warenhortung und Schwarzschlachten. Zu typischen Phänomenen des Kriegsalltags, die ins Ressort der Justiz fielen, gehörte die steigende Jugendkriminalität genauso wie die Ahnung des verbotenen Umgangs mit Kriegsgefangenen und ausländischen Zivilarbeitern. Ständig spielte das Verhältnis zur politischen Führung, zu Polizei und SS sowie zur Wehrmacht in der Grenzprovinz eine konfliktreiche Rolle. Schließlich nehmen die Schilderungen unmittelbarer Kriegseinwirkungen einen bemerkenswert breiten Raum ein.

Hardcovereinband im Standardbuchformat mit 323 Seiten und einigen Abbildungen.
Neubuch aus dem Flechsig Verlagshaus Würzburg, 2003.

Gewicht: 860 Gramm


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