Dunkel und kalt war es, der Schnee lag dicht auf weiter Flur und eine unheimliche Stille breitete sich draußen aus, während in den gemütlichen Stuben das Feuer knisterte, alte Geschichten erzählt wurden und über allem der Duft von Pfefferkuchen und Tannengrün lag. So erinnern sich viele Menschen an die Weihnachtszeit vergangener Tage in Ostpreußen.
 
Die Beeinfl ussung durch verschiedene Kulturen, eigentümliche Vermischung von Volksgruppen und die unentwegte Veränderung der Bräuche führten zu einer ungewöhnlichen Vielfalt weihnachtlichen Brauchtums – um das Fest auszuschmücken, aber auch das Glück zu locken und das Böse von Haus und Hof fernzuhalten.
 
Viele Erzählungen, Gedichte, Lieder und Bilder widmen sich dieser stimmungsvollen Zeit, einige stammen noch aus dem alten Ostpreußen, viele sind jedoch auch nach der Vertreibung aus der Erinnerung entstanden. Diese Berichte sind oft unveröffentlicht, werden häufi g weitererzählt – wie damals, wintertags vor dem masurischen Ofen.
 
Sie zeugen von der bis heute bestehenden engen Verbindung der Ostpreußen und ihrer Nachfahren mit ihrer Heimat.

Marion Junker, Jahrgang 1975, studierte Angewandte Kulturwissenschaften und war als wissenschaftliche Volontärin am Ostpreußischen Landesmuseum Lüneburg tätig. Sie ist Mitarbeiterin im Freilichtmuseum am Kiekeberg bei Hamburg.
 
173 S., zahlr. Abb., geb.
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