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1991 legte die damals 43jährige Camille Paglia ihr opulentes Werk Sexual Personae vor, eine Abrechnung mit dem modernen Feminismus. Das Buch schlug ein wie eine Bombe. Seit dieser Zeit pflegt man in den USA eine Haßliebe zu der rebellischen Professorin und Publizistin, die nicht müde wird, sich in aktuelle Kontroversen einzuschalten. Was Paglia zum »Geschlechterkampf« geschrieben hat: eine Antizipation der #metoo-Debatte! Und als hierzulande noch keiner den Begriff »Gender« kannte, hatte Paglia ihn argumentativ schon erledigt.

Vierunddreißig Aufsätze und Interviews aus den Jahren 1990 bis 2016 bündeln, was zu den Themenkreisen Frauenrollen, Männerphantasien, Sex und Gender zu sagen ist. Übrigens: Nur ein einziges Buch des modernen Feminismus – Simone de Beauvoirs über 70 Jahre altes Das andere Geschlecht – habe sich in der Ideengeschichte niedergeschlagen, sagt Paglia. Wir dürfen ergänzen: und ihr eigenes Werk!

Camille Paglia wurde 1947 als Tochter italienischer Einwanderer im Bundesstaat New York geboren. Sie lehrt seit 1984 als Professorin für Medien- und Geisteswissenschaften an der University of the Arts, Philadelphia. Ihr Mammutwerk Sexual Personae, ihre erweiterte Disseration, wurde – ungewöhnlich für eine akademische Arbeit – ein Bestseller. Es erschien 1992 auf deutsch unter dem Titel Die Masken der Sexualität. Sämtliche ins Deutsche übersetzten Bücher Paglias sind heute vergriffen und nur noch antiquarisch erhältlich.

280 Seiten, Broschur


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