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Melisch, Richard: Das perfide Albion und seine amerikanischen Erben

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Albion, der uralte, keltische Begriff für England, wurde in allen Sprachen mit dem Attribut "perfide" versehen. In einem Gang durch die Geschichte folgt der Autor dem roten Faden von Niedertracht und Heuchelei, der seine tausendjährige Geschichte durchzieht. Ob Spanier, Franzosen, Portugiesen, Deutsche, Iren, Inder, Niederländer, Buren, Frankokanadier, Chinesen, Filipinos, Schwarzafrikaner, ja sogar die Familie des Zaren, sie alle waren - wann immer es um's Belügen, Betrügen und Ausplündern ging - Zeugen von Albions Größe.

Stets ging dieses nach der Methode vor: Je schwärzer du die Fratze deines Feindes malst, umso heller erstrahlt dein eigenes Bild; je mehr du ihn verleumdest, umso glaubhafter deine Lügen; je gräßlicher die Verbrechen, die du ihm anlaßtest, umso schlimmere darfst du an ihm begehen.

Wie einst Albion, streben seit einhundert Jahren die Vereinigten Staaten von Amerika nach der Weltherrschaft, die sie zu Gunsten der Goldenen Kälber an der Wall Street mittels Globalisierung erreichen wollen. Angestrebte Ziele der Globalisierer sind weder Ehrung durch Lorbeerkranz, göttlicher Lohn noch Ritterschlag, sondern ausschließlich der zu erziehlende, fetter Profit. Ihr Glaubensbekenntnis lautet: Eigennutz geht vor Gemeinnutz, Gewinne sind zu privatisieren, Verluste zu sozialisieren. 

Nachfolgend einige Auszüge aus dem Buch:

Der Burenkrieg in Südafrika

Im 1940 erschienenen deutschen Dokumentarwerk „Englische Humanität im Burenkrieg“ ist der Bericht enthalten, den der Abgeordnete Dillon am 26. Februar 1901 im Unterhaus über den Geheimbefehl erstattete, den der Oberbefehlshaber Lord Kitchener an die britischen Truppen erteilte, keine Gefangenen zu machen.

Hier ein Auszug: „Die Befehle Lord Kitcheners lauten dahin, dass man alle Vorräte der Buren verbrenne; Vieh und Pferde wegnehme und keine Lebensmittel für die Bewohner zurücklasse. Dies bezieht sich auch auf Häuser, die nur von Frauen und Kindern bewohnt sind. Weiter, dass keine Gefangenen gemacht werden sollen, d.h. alle Männer erschossen werden sollen…

Albion verrät den Zaren

Nikolaus und seine Familie erfahren am 30. Juli 1917, dass sie am nächsten Tag abreisen würden; doch weder nach England noch nach Frankreich, sondern nach Tobolsk in Sibirien. In der Nacht vom 16. Auf den 17. Juli 1918 wird die Familie geweckt und in den Keller des Hauses getrieben. Jankel Jurowski, Chef des Mordkommandos: „Wir haben den Auftrag, Sie zu erschiessen“ und drückt als erster ab…

Epilog: Was der Zarenfamilie und den Belegen für ihren Tod nicht gewährt wurde – nämlich ein Refugium in England – das wurde ihren Schätzen zuteil: Die kostbarsten Stücke des Juwelenschatzes der Zaren, darunter eine Tiara und ein Collier der Zarin, sind heute zusammen mit anderen Schmuckstücken der Zarenfamilie sowie Erzeugnissen von Fabergé dem britischen Kronjuwelenbestand einverleibt.

Winston Spencer Churchill: Der Welt zweitgrösste Lügner, Heuchler und Kriegsverbrecher

Amerikanisch kurz und bündig, fasst Patrick Buchanan, Kandidat der Republikaner bei drei US-Präsidentschaftswahlen und politischer Berater dreier US-Präsidenten in „Churchill, Hitler and the Unnecessary War“ (2008) zusammen: „Es war England, das beide europäischen Kriege des 20. Jahrhunderts in Weltkriege verwandelte“.

…In den Vorkriegsjahren erklomm er den Gipfel seiner Unpopularität. Im Unterhaus unterstützten ihn lediglich zwei Abgeordnete. Er war fast der Einzige, der Aufrüstung und Widerstand gegen Deutschland forderte. Im September 1939 wurde er als Symbol des Nationalen Widerstandes in das Kriegskabinett aufgenommen.

Wie konnte es geschehen, daß ausgerechnet homo britannicus, dem wir die Begriffe Fairness und Gentleman verdanken, seit tausend Jahren nur noch durch seine Schattenseiten auffällt, vor keinem Verbrachen zurückschreckt, wenn es darum geht, seinen Profit zu steigern, Konkurrenten zu vernichten und deshalb in allen Sprachen mit dem Attribut "perfides Albion" versehen wird? Wie schon ein Jahrtausend lang das Perfide Albion, streben seit einhundert Jahren die Vereinigten Staaten von Amerika nach der Weltherrschaft, die sie mittels Globalisierung (Gleichschaltung) erringen wollen. die Globalisierer wollen kein national- und traditionsbewußtes Weltreich gründen, sondern einen erdumspannenden Weltmarkt ohne Grenzen errichten.

Richard Melisch folgt der Spur Albions von Richard Löwenherz bis zum Zerfall des Commonwealth, dem Aufstieg der Vereinigten Staaten und seines Finanzzentrums an der Wallstreet bis zu den Zielen der Globalisierer und den jüngsten Krisenherden im Nahen Osten mit den dadurch ausgelösten Flüchtlingsströmen nach Zentraleuropa. Anhand z.T. wenig bekannter Zitate arbeitet er die Hintergründe der Ereignisse heraus und öffnet dem Leser die Augen für die richtige Einschätzung der aktuellen Entwicklungen.

Zum Autor:

Richard Melisch: (verheiratet, zwei Kinder) wurde 1934 in Paris geboren, wohin es seinen Vater, einen ehemaligen k.u.k. Offizier, nach dem 1. Weltkrieg verschlagen und wo dieser eine Pariserin geheiratet hatte. Die Schulbänke hat er in Paris und Graz gedrückt. Einige Jahre verbrachte er in Brasilien, in Hamburg und in Nordamerika. 1963 wird er von „Austrian Airlines“ nach Beirut entsendet, wo ihm die Vertretung für die arabischen Länder des Nahen Ostens übertragen wird. Nach 12 Jahren machte er sich selbständig. 19 Jahre lang bereiste er als Vertreter österreichischer und deutscher Firmen von Beirut aus die umliegenden arabischen Staaten, den Iran und Afghanistan, 11 Jahre lang von Dubai und Kuwait aus die Staaten am Persischen Golf. Er ist der Autor der Bücher: „Pulverfaß Nahost“ (2003), „Der letzte Akt - die Kriegserklärung der Globalisierer an die Völker der Welt“ (2007) und „Das Schweigen der der glücklichen Sklaven“ (2010). Er schreibt für verschiedene Zeitschriften und hält Vorträge zu prähistorischen, historischen und zeitgeschichtlichen Themen.     


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