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Fischer: Polizeisoldaten

Kasernendienst - Straßenkämpfe - Atombunker

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Thomas Fischer
Polizeisoldaten / Kasernendienst - Straßenkämpfe - Atombunker
 
Die Volkspolizei-Bereitschaften waren die Kasernierten Einheiten des Ministeriums des Innern der ehemaligen DDR. In Gliederung und Ausrüstung streng militärisch geprägt, gab es diese Formationen in jedem Bezirk des Landes. Berlin besaß die stärkste Gruppierung an Kasernierten Einheiten. In Basdorf, einem kleinen Örtchen nur wenige Kilometer nördlich der Hauptstadt gelegen, waren drei VP-Bereitschaften und zusätzlich noch die Nachrichtenbereitschaft stationiert. Neben den Schützeneinheiten existierten Kompanien mit gepanzerten Fahrzeugen sowie leichten Artilleriewaffen. Dazu gehörten Granatwerfer, Flugabwehrkanonen und Panzerabwehrgeschütze. Mit der Verabschiedung des Wehrdienstgesetzes vom 24. Januar 1962 rückten die ersten Wehrpflichtigen im April 1962 in die Kasernen der einundzwanzig großen Bereitschaften ein. Wie zu jeder anderen Waffengattung der Nationalen Volksarmee, den Grenztruppen der DDR oder den Kasernierten Einheiten des Ministeriums für Staatssicherheit (Zeitsoldaten), konnte jeder Bürger der DDR zur Bereitschaftspolizei gezogen werden. Schließlich leisteten die Männer Wehrdienst und wurden über die Wehrkreiskommandos einberufen. Die meisten waren Freiwillige. Wachtmeister des Grundwehrdienstes leisteten achtzehnmonatigen Dienst, Unterführer auf Zeit drei Jahre, Berufsunterführer zehn. Diese Längerdienenden absolvierten vor ihrem Truppendienst einen mehrmonatigen Unterführerlehrgang, der für Artilleriespezialisten ab Mitte der 80er Jahre in Neustrelitz stattfand. Neben einer umfangreichen militärischen Ausbildung erhielten die jungen Wehrpflichtigen bei der VP auch eine intensive Polizeiausbildung. So konnten die Angehörigen der VPB zeitlich begrenzt schutzpolizeiliche Aufgaben mit übernehmen. Zu ihren Hauptaufgaben zählten neben den Tätigkeiten im Rahmen der Landesverteidigung die Einhaltung der inneren Ordnung und Sicherheit sowie die Gewährleistung des reibungslosen Ablaufes von Großveranstaltungen und Staatsbesuchen. Bei größeren Störungen fuhren Einsatzkompanien mit Wasserwerfern und Räumfahrzeugen auf. Spezielle Einheiten begleiteten die Castor-Transporte in der DDR und bewachten die unterirdischen Atombunker des MdI. Das Tagebuch des Autors, der in Schwerin, Neustrelitz/Neubrandenburg, Blumberg und Basdorf/Berlin seinen Dienst versah, handelt während der einsatzstärksten und wechselvollsten Phase in der Geschichte der VP-Bereitschaften 1989/1990. Das Buch gibt außerdem einen Überblick über die vormilitärische Ausbildung in der DDR. Einige persönliche Briefe, die in der Kaserne empfangen wurden, zeichnen ein gutes Bild von den Sorgen und Nöten der Bürger während der Oktoberunruhen und Umbruchphase. Seine Berichte sind mit 217 zeitgeschichtlich interessanten Fotos und Dokumenten angereichert.
 
192 Seiten, fest gebunden, 218 Abbildungen
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