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Umwelt & Aktiv - Zeitschrift für gesamtheitliches Denken 3/2017

Naturschutz-Tierschutz-Heimatschutz

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Reitsport muß die Achtung vor dem Pferd wahren!

Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde“, lautet ein altes Sprichwort. Dies mag vielfach zutreffen, nur gilt dies auch aus der Perspektive der Pferde? „Umwelt & Aktiv“ ist keineswegs daran gelegen, das Reiten als Freizeitbeschäftigung mit seinem unmittelbaren Bezug zur Natur und womöglich innigem Vertrauensverhältnis zwischen Mensch und Tier madig zu machen, doch der Reitsport darf berechtigt etwas genauer unter die Lupe genommen werden. Gemäß § 3 Nummer 1 Tierschutzgesetz ist es verboten, einem Tier außer in Notfällen Leistungen abzuverlangen, denen es wegen seines Zustandes offensichtlich nicht gewachsen ist oder die seine Kräfte übersteigen. Und Pferde sind keine Sportgeräte! Dennoch kommt es Jahr für Jahr auf deutschen Pferderennbahnen und Parcours zu zahlreichen Unfällen, wobei sich immer wieder manche Pferde schwere und teils irreparable Verletzungen zuziehen, die für die Tiere zuweilen sogar tödlich enden.

Doch auch so manch angewandte „Trainingsmethoden“, obgleich sich dieser Begriff eigentlich hierfür verbietet, sind verabscheuungswürdig. Als Hilfsmittel kommen dabei unterschiedlichste Methoden zum Einsatz wie zum Beispiel eine Art „Gebiss“ im Maul, um mittels Anziehen der Zügel, das Pferd zur Leistungssteigerung zu zwingen. Gewisse Rennverbände erlauben – ungeachtet dessen, daß das Schlagen eines Tieres laut Tierschutzgesetz verboten ist – je nach Turnierart auch bis zu fünf Peitschenschläge. Gelegentlich kommen auch Ohrenstöpsel zum Einsatz, die auf der Zielgeraden herausgezogen werden, um beim Pferd durch die dann plötzlich eintretende Lärmkulisse einen „Panikschub“ zu provozieren. Das im Springsport angewandte Barren ist eine aus Sicht des Tierschutzes strikt abzulehnende Ausbildungsmethode. Ebenso das auf vergleichbare Wirkung abzielende Anbringen von Kanthölzern und U-Eisen an Stangen sowie das Spannen von für das Pferd schwer erkennbaren Drähten. Der Lerneffekt der Tiere beruht hier ausschließlich auf dem Zufügen von Schmerzen. Bei der im Pferdejargon als Blistern bezeichneten Methode wird sogar die Haut des Pferdes am Kronrand über dem Huf mit einer Substanz eingerieben, die zu einer Entzündung führt, um diesen Effekt des Lernen durch Schmerzen noch zu potenzieren. In den Augen von „Umwelt & Aktiv“ ein geradezu perverser Eingriff in die körperliche wie auch seelische – ja, seelische (!) – Integrität des Pferdes!

Laut einer Veröffentlichung von PETA mußten allein zwischen 2011 und 2013 insgesamt 735 Pferde für den Galopp- und Trabrennsport ihr Leben lassen. Davon wurden 46 Tiere auf Galopprennbahnen getötet, wobei die Dunkelziffer laut Meinung von Insidern deutlich höher liegen dürfte. Und auch im Trabrennsport sind die Zahlen erschreckend: 152 Pferde waren erst sieben Jahre oder jünger. – „Umwelt & Aktiv“ meint: die Liebe zum Pferd kommt auch ohne sportliche Ambitionen aus!

Gerhard Keil

42 Seiten


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